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Dinge.

Ich wollte einen großen Blogeintrag über Filme machen, die ich gesehen habe, dann kam aber total Überarbeitung ins Spiel und es geschah nicht, wie ihr sicher gemerkt habt. Nicht das ich nur und 24 Stunden am Tag gearbeitet hätte (wobei an einem schon), aber zwischendurch hatte ich sowas von keine Lust mehr auf schwarze Buchstaben auf weißem, elektronisch leuchtenden Hintergrund, ihr versteht

Nun weiß ich nicht mal mehr von welchen Filmen ich berichten wollte, also schmeiß ich einfach mal ein paar Bewertungen in Richtung eurer Gesichter:

"Machete"

Der Trailer zeigt alle guten Stellen. Vielleicht weil das ganze zuerst nur als Trailer geplant war. Wer auf saudumme und überflüssige Immigrationspolitikfilme steht kommt auf seine Kosten! Wer den Trailer mochte nicht. (Dachte ich, aber die drei, mit denen ich im Kino war, waren hellauf begeistert. Also kann ich auch nicht davon abraten den Film zu sehen! Timon zumindest sieht die Sache so wie ich.)

4/10 - Erste halbe Stunde hervorragend. Rest bedrückend schwach.


"Harry Potter und die Heiligtümer des Brotes" (stand so zumindest auf einem Subway Plakat)

Optisch einnehmend. Wirklich sehr geschackvoll. Der Rest hat mir gut gefallen, viel auszusetzen habe ich nicht. Meine Begleitung sah die Sache teilweise anders. Sie störte sich daran, dass wichtiges aus dem Buch nicht erwähnt wurde, und nur aus Geldmacherei zwei Filme zu einem gar nicht mal so langem Buch gedreht werden. Da hat sie wohl recht! Ich habe das Buch nicht gelesen, ich kann es nicht beurteilen. (Das werde ich allerdings irgendwann nachholen, siehe weiter unten.)

7/10 - Ein guter Film! 8/10 für Leute die gerne schöne Bilder sehen.


"22 Bullets"

Jean Reno spielt immer die gleiche Rolle, aber die spielt er großartig. Der Rest ist eine mit Klischees satt beladene Geschichte über gute und böse Verbrecher, mit schönen und unangenehmen Momenten. Aber wer zur Hölle ist dieser Oratio gewesen und warum kam dieser Charakter in dem Film vor?

7/10 - Gelungen! 8/10 für Menschen die noch nie diese Art von Film gesehen haben.


"Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt"

Ich hatte selten soviel Spaß bei einem Film wie bei Scott Pilgrim. Und damit meine ich nicht nur Lustiges, es machte einfach alles Spaß an diesem Film. Geschichte: Um ein Mädchen zu gewinnen muss Scott Pilgrim die Liga der mystischen Exfreunde von besagter Dame besiegen. Dies geschieht in völlig abgedrehten (tut mir ja Leid, aber eine anderen Formulierung passt nicht) Konfrontationen, fernab jeglicher Naturgesetze. Das gilt für den ganzen Film. Dialoge, Aktionen und Szenen spulen sich auf eine einzigartige und völlig absurde Art und Weise auf der Leinwand ab, wie ich es noch nie gesehen habe. Ihr solltet euch unbedingt zumindest näher über diesen Film erkundigen, ich werde mir die Blu-Ray zeitnah anschaffen, falls Jemand Interesse hat. Eine Warnung aber noch, Jeder, der diesen Film gesehen hat empfand ihn als sehr gut, bis auf eine Person. Wenn ihr eine junge, unfreundliche, meckernde Frau mit gestörten Geschlechterkomplexen seid, dann werdet ihr eventuell sagen "Ja die Witzen waren gut, weil die Macher gut sind, aber die Handlung war widerlich. Ein Junge der kämpft um eine Frau zugewinnen. Schrecklich!". Also aufgepasst!

Die Witze kommen übrigens hauptsächlich aus der Comicvorlage. Ok, aber:

10/10 - Soll ich wirklich 10/10 Punkten vergeben? Hmmm....nagut. Aber nur weil ich nicht 9,5 schreiben kann, wenn ich sowieso bis 10 gehe. Vielleicht verkläre ich den Film auch in Erinnerung. Fakt ist aber, dass er mich sehr ansprach und ich jede Menge Spaß hatte. Oh und die Musik ist auch spitze.


"Waltz with Bashir"

Zu Recht oskarprämierter Animationsfilm über die Suche des Authors des Filmes nach seinen verdrängten Erinnerungen aus dem Libanonkrieg. Halb dokumentarisch (Verschiedene Zeitzeugen erzählen von ihren Erfahrungen), halb nacherzählt (Verfilmung der Erinnerungen, Verfilmung der Dialoge zwischen Filmemacher und Zeitzeugen). Alles erst gefilmt, dann nachgemalt, und so animiert. Allein schon aus handwerklichem oder historischen Interesse sehenswert. Aber:

9/10 - Unheimlich eindrucksvoll. Es wird einem die Botschaft "Krieg ist mist!" nicht direkt ins Gesicht propagiert, stattdessen ist man wie der Filmemacher mehr und mehr verstört und berührt durch das Geschehene. Am Ende lässt einen der Film geradezu entsetzt zurück. Zumindest ging es mir so. Wirklich sehenswert. Er ist nicht ohne Spur an mir vorbeigegangen.


"Skyline"

Außerirdische greifen die Erde an und entführen Menschen, um Monster zu erschaffen, um noch mehr Menschen zu entführen.

Negativ: Bemerkenswert schlecht.

Positiv: Unfreiwillig lustig. 4 verschiedene, große Alienraumschiffe.

2/10 - So gelungen wie Machete ohne die erste halbe Stunde. (Leck mich Machete, so enttäuscht hat mich noch nie ein Film) (Entschuldigt die Ausdrucksweise bitte)



Oh mir fällt soeben auf, ich habe ja doch über Filme gschrieben. Dabei kennt ihr sie entweder, oder interessiert euch nicht dafür. Wie unpraktisch. =(


Zu berichten wäre noch, dass ich, und hier sollte die liebe Mariam aufhorchen, Alive im Wunderland auf Englisch durchgelesen habe. Zu Beginn war ich genervt davon wie Dumm Alice ist, aber schon bald wich das Gefühl einer Heidenfreude an all den absurden und schönen Ideen, die der Author in diesem Buch gesammelt hat. Wunderbare Situationen mit wunderbaren Figuren, die sich in wunderbarer Sprache mit wunderbaren Formulierung ganz wunderbar wundersam unterhalten. Alice im Wunderbarland.

Ich spiele noch mit dem Gedanken morgen mörderisch früh ins Fitnessstudio zu gehen, sprich zwischen 8 und 9. Wer auf das Geburtstdatum dieses Blogeintrages schaut, weiß wieso das mörderisch ist. Morgen ist nämlich heute. Oh je, ach je.